Klettern im Ennstal

Um dem touristischen Treiben im Klettermekka Arco zu entfliehen, beschlossen wir (Georg und ich) uns, in ein nicht so bekanntes Klettergebiet zu fahren.
Und da hatte Georg – mein weitgereister Kletterpartner – die Idee, ins Ennstal zu fahren.
Die Informationen zu den einzelnen Klettergebieten holten wir uns aus dem Internet:http://www.klettern-im-ennstal.at/

Diese Website ist zwar nicht mehr auf dem neuesten Stand, jedoch genügt die dortige Auswahl an Kletterrouten für einen Kurztrip vollends.

Als machten wir uns am 14. Oktober auf in Richtung Ennstal – Losenstein. Wir kamen gegen Mittag an und Namen Unterkunft im Gasthof EISERNES TOR. Anschließend fuhren wir nach LAUSSA – in das Klettergebiet SONNLEITNERWAND. Ideal für Sportkletterer – 1 Minute Zustieg.
Bei der Kletterei handelt es sich um Kalkkletterei vom Feinsten. In diesem Klettergebiet gibt es ca. 50 Touren in den Schwierigkeitsgraden 5c bis 7b. Jedoch sind auch die etwas „moderateren“ Touren nicht zu unterschätzen, da gelegentlich der erste Bolt 6-8 Meter über dem Einstieg ist.

Am nächsten Tag fuhren wir in das Klettergebiet GELSENWAND. Diese sehr eindrucksvolle Wand liegt mitten im Wald. Vorgelagert ist ein Felsturm, an dem man sicherlich noch einige Touren anbringen könnte.
Zu diesem Gebiet ist zu sagen, dass hin und wieder die Absicherung spärlich ausfällt. Sei es der Standart der Bolts oder der Abstand zwischen den einzelnen Bolts. Es wäre sicher von Vorteil, wenn man die etwas älteren „Kaliber“ durch neuere ersetzen würde.
Jedoch gibt es in diesem Gebiet ca 25 Touren in den Schwierigkeitsgraden von 6b bis 8a.

Am dritten Tage in Folge fuhren wir nach Trattenbach in das Klettergebiet ZAPFL. Leider hatte es in der Nacht geregnet und der äußerst eindrucksvolle überhängende Riss der Route „Flashdance“ war leider nass. Wir suchten uns deshalb in der Südwand einige Touren aus, bevor uns der Regen endgültig verscheuchte.

Eigentlich dachte ich mir, dass nun der Klettertag gelaufen sei. Aber Georg, in seiner mit Weisheit angehauchten Art und Weise, sagte nur:“ Ezat fohrn ma noch Laussa – donn schaun ma mol und oft sechn ma scho.“
Gesagt – getan. Und zu unserer Überraschung war die RIESENBERGERWAND trocken. Obwohl ich ja bereits Gruppeninspektor bin, konnte ich mir die Route „Herr Revierinspektor“ nicht entgehen lassen.
In diesem Gebiet gibt es auf drei Wände aufgeteilt ca. 50 Touren zwischen 5c und 6c+. Also ideal um Routen zu spulen.

Am Freitag hatten wir die Absicht, direkt in Losenstein, unterhalb der Burgruine – an den Burgfelsen klettern zu gehen. Leider machte uns diesmal der Regen wirklich einen Strich durch die Rechnung und wir reisten etwas früher ab nach Hause.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Klettern im Ennstal ein sehr starkes Potential bietet – und das in allen Schwierigkeitsgraden.
Auch Hardcore-Kletterer finden im Sektor HACKERMAUER etwa 15 Routen in den Schwierigkeitsgraden zwischen 6c+ und 8b.

Wie bereits erwähnt wäre eine Sanierung der älteren Routen von Vorteil.

Nicht unerwähnt möchte ich die extreme Gastfreundlichkeit der Leute vor Ort erwähnen. Wenn man bei einem Bauern parkt, so ist dies kein Problem – vorausgesetzt man fragt (und das sollte einem schon der Hausverstand sagen). Es ist auch kein Problem, wenn man über Wiesen zu den Kletterfelsen geht, solange man bei Beginn der Dunkelheit die Gebiete wieder verlässt (Jagd, etc…).
Aber solange man sich an diese Regeln hält, steht einem schönen Kletterurlaub nichts im Wege.

Lg
Gerhard (Obmann der SM)

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